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DRSSTC1
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Die DRSSTC1 hat mich viel Zeit, Geld und Nerven gekostet. Und da ich kein Freund weniger Worte bin, werde ich hier ausführlich ihre Geschichte erzählen. Die Geschichte beginnt Anfang September 2004.
September 2004, als ich gerade auf den Geschmack gekommen war, las ich in diversen Foren von der Entwicklung der DRSSTC. Natürlich war die erste DRSSTC schon lange funktionstüchtig, doch noch hielten sich die Erbauer mit Informationen und Schaltplänen zurück. Und da ich von Natur aus lieber selber Schaltungen entwerfe, als von anderen abzuschauen, begann ich mit der Arbeit.
Die Recherche fiel natürlich recht dürftig aus.
Normalerweise funktioniert eine DRSSTC nur fehlerfrei, weil sie über eine ausgeklügelte Schaltung verfügt, die die Resonanzfrequenz der Sekundärspule erkennt, und den Treiber dementsprechend auf Resonanz hält. Das Ergebnis nennt man dann Soft switching.
Davon konnte bei meinem ersten Design natürlich absolut keine Rede sein. Meine Schaltung basierte mehr oder minder auf einem einfachen PLL 4046 und einer nachgeschalteten Treiberstufe.
Zudem war zu dieser Zeit kaum an teure IGBTs zu denken, da mein Budget doch recht schmal bemessen war.
Also habe ich mit den Materialien angefangen, die zu Hand waren.
Das Ergebnis war natürlich Anfangs katastrophal.-
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Der erste Treiber bestand aus nicht viel mehr als einem simplen Oszillator, der sich nur sehr kläglich mithilfe eines Drehkondensators einstellen ließ. Das Signal wurde dann mithilfe von 2 Treiber Ics verstärkt und auf eine kleine Halbbrücke geleitet, die als Impendanzwandler diente. Ein kleiner, vollkommen unterdimensionierter Übertrager diente dann als galvanische Trennung.
Dieses Bild ist schon von der etwas fortgeschrittenen Version, da ich das Glück hatte, ein IGBT Modul zu ersteigern.
Dieses hat natürlich nicht sehr lange durchgehalten.
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Ein Problem folgte auf das nächste.
Da eine DRSSTC aus zwei lose gekoppelten Schwingkreisen besteht, ist die Wahrscheinlichkeit mithilfe eines schlecht einzustellenden Oszillators, die Frequenz zu treffen, nahezu 0.
Der Primäre Reihenschwingkreis, bestehend aus Primärspule und Primärkondensator, muss exakt die Resonanzfrequenz der Sekundärspule haben. Die Kopplung darf dabei natürlich nicht zu hoch sein, da es sonst ungewünschte Überschläge gibt. Von Feedback oder gar von einer Überstrombegrenzung war damals noch garkeine Rede. Also habe ich mit meinen geringen Mitteln und Möglichkeiten und meinem damals wirklich sehr beschränkten Wissen versucht, die Spule irgendwie in Gang zu bringen.
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Das Ergebnis nach Tagelangem Herumprobieren war mehr als dürftig. Diese kleinen Entladungen waren das mehr als ernüchternde Ergebnis. Die Leistungsaufnahme betrug gute 2kW und irgendwann hat mich dann das IGBT Modul im Stich gelassen. Das war der Punkt, an dem ich umgedacht habe.
Einige Wochen später kamen schließlich die ersten Schaltpläne für DRSSTCs auf, welche über Feedback verfügten. Steve Ward war einer der ersten, der Ende 2004 Anfang 2005 die ersten Versuche und Schaltpläne veröffentlichte.
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Noch ein Aufbau, der mehr gut gemeint als gut durchdacht war. Trotz neuen Modulen und neuer Schaltung war es mir zu der Zeit nicht möglich, irgendwelche Entladungen aus der Spule zu holen.
Ein Rückschlag folgte auf den nächsten.
Die Stimmung war an einem Tiefpunkt angelangt.
Mit der eigenen geringen Erfahrung und einigen dummen Kommentaren von den Erbauern der ersten großen DRSSTCs, kam ich mir beinahe wie ein Niemand vor.
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Doch an Aufgeben war garnicht zu denken. Mein Stolz hat das verhindert, und so habe ich weiter gebastelt und geforscht und im Netz nach weiteren Infos und Schaltplänen gesucht.
Natürlich war mein Ehrgeiz nicht gebrochen und ich hatte mir fest vorgenommen, die erste funktionierende DRSSTC in Deutschland zu bauen.
Man muss bedenken, dass zu diesem Zeitpunkt bloß eine Handvoll Leute überhaupt solche Spulen gebaut haben, und dass noch weniger von dieser Handvoll die DRSSTC entwickelten.
Ich wollte natürlich dazugehören und meinen Teil dazu beitragen, was an meinem fehlenden Wissen beinahe gescheitert wäre.
Meine gesamte Hobbylaufbahn hing zu diesem Zeitpunkt an einem seidenen Faden und war auf dieses eine Projekt beschränkt.
Wäre es kein Erfolg geworden, so gäbe es diese Site nicht, und ich würde hier nicht ausufernd über alles erzählen, sondern hätte mir ein anderes Hobby gesucht.
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Nach vielem Hin und Her der nächste Rückschlag. Der Versuch eine DRSSTC mit Halbbrücken zu entwickeln, löste sich nach dem ersten Test in Rauch auf. Der IGBT war im Eimer, und meine Spule auch.
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Die nächste seltsame Entwicklung, eine Primärspule mit Messingdraht konnte da auch nicht mehr viel helfen.
Das Projekt war beinahe gestorben.
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Nachdem meine IGBT Module im Mülleimer gelandet waren, konnte ich meinen Vorrat an Mosfets dem Siliziumgott widmen.
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Nach einigen Tagen sinnlosem Herumprobieren und vielen weiteren toten Mosfets, die leider grundlos ihr Leben gelassen haben, kam ich langsam auf den richigen Weg.
Noch war keine neue Schaltung in Sicht, die ein vernünftiges Feedbacksignal hervorgebracht hätte, aber die Entladungen wurden schonmal länger, wenn auch nur für einige Sekunden, bis wieder die Sicherung draußen war.
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Ich war auf dem richtigen Weg.
Die erste vernünftige Vollbrücke mit vernünftigen IGBTS,
Daran hing meine Hoffnung, nun endlich gute Ergebnisse zu erzielen.
Der große Glättungskondensator und die Folienkondensatoren auf der Brücke, die zum Abfangen von Spitzenspannungen zuständig sind, verbesserten die Eigenschaften und die Zuverlässigkeit enorm.
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Mann war ich stolz auf diese Vollbrücke. Das einzige was nun noch fehlte, war ein vernünftiger Treiber, der auch über Feedback verfügte.
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Der erste Treiber, der meiner DRSSTC1 Leben eingehaucht hatte, war dieser. Er verfügte über eine mehr als simple Feedbackschaltung, die die Sekundärspule ansich nutzt, um die Resonanzfrequenz zu erkennen. Dazu wird der Fußpunkt der Sekundärspule einmal um den Ferritkern gelegt und dann erst zur Erdung geleitet. Somit kann die Schaltung die exakte Resonanzfrequenz der Spule verstärken und zur Brücke weiterleiten. sehr viele Gedanken habe ich mir beim Interrupter allerdings nicht gemacht. Viel bringen tut er auf der Platine ja nicht. Im Betrieb kann man schlecht etwas einstellen :P .
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Mit neuem Treiber und einer neuen verbesserten Version der Vollbrücke im Hintergrund konnte dann nun das Testen beginnen.
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Natürlich wurde auch die Primärspule überarbeitet, um ein solches Szenario wie oben gezeigt, nicht nocheinmal erleben zu müssen. Die Kopplung war zwar noch immer sehr hoch, aber es konnte zumindest nicht mehr so schnell etwas abbrennen wie zuvor.
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Nach ein oder zwei weiteren Wochen des Herumexperimentierens war es dann endlich so weit.
Da viele Bilder vom Aufbau dieser Spule nicht mehr existieren und ich euch nicht noch länger auf die Folter spannen will, verkürzen wir hier ein wenig.
Zwar hat die DRSSTC1 viel von mir gefordert, nicht nur Geld und Einsatz, sondern auch jede Menge Zeit. Aber doch hat sie das Potential dieser Spulen offenbart. Leider kommt das manchmal auf den alten Bildern nicht so rüber, aber man kann sich sicherlich denken, wie erstaunt ich war, als ich zum ersten Mal mit solch gewaltigen Entladungen zu tun hatte.
Ich war ganz und gar hin und weg, und das ist nicht der einzige Grund, warum ich mit der Zeit mehr und mehr auf elektronische Teslaspulen umgestiegen bin.
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Der Tag der Wahrheit
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Die DRSSTC1 war eigentlich von Grund auf schlecht durchdacht. Anfangs flog oft die Sicherung. Aber sowas passiert, wenn man ganz am Anfang einer Entwicklung steht. Und wenn ich so zurückdenke, dann bin ich froh, ein wenig riskiert zu haben.
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Von diesem Tag an, und auch von den darauffolgenden, als sich die Spule als robust erwies, gab es kaum noch ein Halten für mich. Damit war der Grundstein für meine weiteren Entwicklungen gelegt, und von da an bin ich meinen eigenen Weg gegangen.
Wer also als Anfänger eine einfache Spule sucht, die leicht zu bauen und einfach zu verstehen ist, der ist bei dieser genau richtig. Man sollte sich nicht von den vielen Dingen abschrecken lassen. Vieles hat sich seit damals geändert und ist einfacher und überschaubarer geworden. Es ist nicht so, dass jeder von Null auf anfangen muss. Das ist unter anderem ein Grund, weswegen ich meine Schaltpläne veröffentliche. Ich möchte keinen Profit daraus ziehen, sondern Interessierten damit helfen und ihnen unter die Arme greifen.
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Klickt auf den Schaltplan um ihn zu vergrößern.
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Natürlich gibt es auch noch einige Videos, die ich von damals retten konnte. Leider ohne Ton und ein wenig dunkel, aber wer will, kann ja mal reinschnuppern.
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