Eimac 4-250A VTTC

Die extrem starke Eimac Röhre generiert eine Menge HF Leistung. Die Plasmaflamme hat eine Höhe von bis zu 6cm.

Auf die Idee für dieses Projekt bin ich gekommen als ich auf eine sehr interesannte Site im Netz gestoßen bin

http://www.emsp.tu-berlin.de/lehre/mixed-signal-baugruppen/plasmaht50W

Dort wird der Aufbau und die Inbetriebnahme eines 50Watt Plasmalautsprechers erklärt. Ich wollte das ganze natürlich noch ein wenig größer aufbauen, und habe mich daraufhin an die Arbeit gemacht. Das Projekt wurde leider nie soweit vervollständigt, dass die Plasmaflamme auch Musik erzeugt hat. Trotzdem ist der Aufbau und auch die charakteristischen Entladungen interesannt.

Die Sekundärspule besitzt nur 28 Windungen 1,5mm² Installationskabel, welche um einen 7,5cm durchmessenden Spulenkörper gewickelt sind. Das interesannte an dieser Spule ist, dass die HF Leistung direkt in den Fußpunkt der Spule eingespeist wird. Durch Spannungsüberhöhung entsteht dann am oberen Punkt die extrem heiße Plasmaflamme-.

Funktion

Die erste Version der Spule. Die Frequenz liegt umgerechnet auf etwa 13,5Mhz.

Die Funktion ansich ist denkbar einfach. Um die große Eimac Röhre zu betreiben, benötigt man einen sehr starken Transformator für die Heizung. 5V bei 14,5A werden benötigt.

L2 stellt den Resonator dar, L1 eine stromkompensierende Drossel, die aufgrund der hohen Frequenz nur eine Induktivität von etwa 10µH haben muss. Im Idealfall sollten die Induktivitäten von L1 und L2 gleich sein. R1 dient der Strombegrenzung.

Die 3000V zur Versorgung der Anode werden mithilfe eines Mikrowellentransformators in Einweggleichrichtung erzeugt. Der Mikrowellenkondensator dient dabei als Glättung.

Nun, sobald man die Spule einschaltet, wird die Anode positiv. Dies bewirkt in L2 eine kurze gedämpfte Schwingung, da die Induktivität der Spule natürlich auch eine Kapazität besitzt, die als Reihenschwingkreis natürlich zusammen  auf einer Resonanzfrequenz schwingen. Diese Resonanz wird von der einzelnen Rückkopplungsspule oberhalb von C1 aufgenommen. C1 dient zur Entkopplung und ist sehr unkritisch. G1 wird daraufhin kurzzeitig etwas positiver, was einen Rückgang der Anodenspannung bewirkt. Sobald eine Schwingung vorbei ist, wird G1 wieder negativer, die Anodenspannung steigt wieder usw. Das Ganze widerholt sich auf der Resonanzfrequenz von L2. G2 ist bei meiner Schaltung fest auf 1/10tel der Anodenspannung bei etwa 1mA gelegt. Durch Modulation der G2 Spannung mithilfe eines Übertragers zb kann man eine Amplitudenmodulation erreichen und der Entladung Musik entlocken.

Eine Draufsicht meines sehr interesannten Testaufbaus. Leider ist dieses Projekt nie über den Stand eines Prototypen hinausgekommen. Ganz Links sieht man einen kleinen Trafo, der für die Erzeugung der G2 Spannung zuständig ist. Über einen einfachen Einweggleichrichter und einen 68µF 450V Kondensator. Direkt daneben der große Mikrowellentrafo, auf dem auch gleichzeitig die Heizwicklung aufgebracht wurde. Mithilfe der Diode, die natürlich auch aus der Mikrowelle stammt und zwei Kondensatoren gleicher Bauart, die ebenfalls aus Mikrowellen stammen, wird die Anodenspannung erzeugt und geglättet. Die kleine Drossel oberhalb der Mikrowellenkondensatoren ist L1. Der große 17Watt Keramikwiderstand an der Anode dient zur Strombegrenzung und hat 100Ohm.

 

Eventuell wird dieses Projekt noch vervollständigt und verbessert.

Ein Video gibts zu dieser Spule natürlich auch.

Video 1

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