GU50 VTTC

Der erste ziemlich sporadisch anmutende Testaufbau der GU50 VTTC

Und hier sieht man den kleinen Kraftprotz bei der Arbeit. Gut dass es bei einer VTTC garnicht um die Funkenlänge ansich geht. Das ist zwar nur meine Meinung, aber ich finde es in diesem Zusammenhang interesannter, zu wissen, das eine altmodische Röhre für die Leistung sorgt, und keine hochmoderne Siliziumarchitektur im mikroskopischen Format.

Es ist einfach schön anzusehn wie die Röhre nach einer etwas längeren Anheizzeit mit der Arbeit beginnt.

Und so sieht das Ergebnis aus. Der Transformator, der für die Anodenspannung sorgt, wurde von mir in zeitraubender Arbeit selbst gewickelt. Er liefert 1,5kV bei etwa 100mA, was eigentlich schon zuviel für diese Röhre ist. Ein Einweggleichrichter und zwei kleine Kondensatoren übernehmen die Gleichrichtung. Beim starten der spule beginnt die GU50 kurzzeitig blau zu leuchten, was wahrscheinlich kein sehr gutes Zeichen ist. Da es aber eine russische Röhre ist, hält sie das sicherlich aus. Bisher ist zumindest nichts passiert. :P

Ein weiteres schönes Bild, mit schönen roten Bäckchen.

Und hier der Schaltplan. Wie man sieht, ist die Schaltung sehr einfach gehalten und ist schnell aufzubauen. Der Vorteil bei solchen Röhren ist, dass man sie einfach parallel schalten kann, und somit mehr Leistung erhält.

Die Primärspule ist im Schaltplan oben, sollte jedoch bei einem Nachbau unten auf dem Spulenkörper sitzen. Die Feedbackspule, im Schaltplan unten, sollte so aufgebaut werden, dass man sie ein wenig in der Höhe justieren kann, um den richtigen Abstand zu erreichen und somit optimale Leistung aus der Spule zu holen. Sonst ist eigentlich nicht sehr viel zum Aufbau zu sagen.

 

Falls sich jemand dazu entschließen sollte, seinen eigenen Hochspannungstrafo für diese Spule zu wickeln, hier noch ein paar Infos zu meinem.

Ich habe einen alten EI 120 Kern verwendet. Die alte Primärspule habe ich draufgelassen, nur die Sekundärspulen wurden entfernt. Als Trennmaterial zwischen Primär- und Sekundärspule kamen zwei Lagen dünne Overheadprojektorfolie zum Einsatz, die mit einigen Lagen Isoband fest um die Primärspule gewickelt wurden. Als Draht für die Sekundärspule habe ich 0,2mm genommen. Die Sekundärspule habe ich bei jeden 500 Windungen mit einigen Lagen Isolierband eingepackt, und dann weitergewickelt. Die Wicklung dürfte etwa 6000 Windungen gehabt haben.

Da ich nicht genau gezählt habe, kann ich es auch nicht genau sagen, aber es gibt einige sehr schöne Programme im Netz, um genau sowas ausrechnen zu können. Schaut doch einfach mal auf dieser Site vorbei.

http://www.jogis-roehrenbude.de

Dort findet ihr Links unten im Scroll Down Menü einen Punkt “Transformatoren und Drosseln selbstgewickelt”. Und genau da findet ihr auch eine Excel Tabelle und ein Dos Programm, was sehr hilfreich für mich war.

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