Midi 3

Die Midi 3 ist eine sogenannte SGTC, verfügt also über eine Funkenstrecke, die mehrere hundert Mal in der Sekunde den Primärkondensator entlädt. 

Dieses Bild zeigt eindrucksvoll die charakteristischen Entladungen einer solchen SGTC. Aufgenommen wurde dieses Foto bei einem Vortrag im Friedrich Leopold Woeste Gymnasium in Hemer. Hiermit möchte ich mich auch noch einmal bei den Verantwortlichen bedanken, die diesen Vortrag möglich gemacht haben.

Das Design der alten Funkenstrecke brachte einige Komplikationen mit sich, woraufhin ich mir ein neues Design überlegt habe, was die Performance erheblich gesteigert hat. Der Luftstrom, der für gewöhnlich mit einem starken Lüfter erzeugt wird, ist von entscheidender Bedeutung für eine gute Funktion der Funkenstrecke. Erstmal kühlt er die Kupferelektroden, da das Plasma mehrere 1000Grad erreichen kann, und zweitens ist der Luftstrom entscheidend zum Löschen des Funkenkanals. Sowas nennt man quenshing. Ist eine Funkenstrecke ungekühlt, so erhitzen sich die Kupferelektroden sehr schnell. Das Resultat ist eine Ionisierung der Luft zwischen den einzelnen Elektroden. Das ist natürlich nicht erwünscht, da das Plasma nun viel länger bestehen bleibt. Die Funkenstrecke “löscht” nicht mehr richtig und schaltet demnach nurnoch sporadisch oder überhaupt nicht mehr richtig.

Das neue Design bekommt die Luft direkt von Vorne. Der Luftstrom schließt die Kupferelektroden ein und es ist für eine ausreichende Kühlung gesorgt.

Schön zu sehen ist auch im Hintergrund der Primärkondensator, der aus 80 Wima FKP1 14,5nF 1600V besteht. 4 Platinen mit jeweils 4 in Reihe und 5 parallelen Reihen sorgen für die nötige Kapazität. Jede Platine besitzt 20 Kondensatoren, die zusammengeschaltet eine Kapazität von 18,125nF bei 6400V ergeben. 2 Platinen wurden jeweils in Reihe geschaltet um die nötige Spannungsfestigkeit von 12800V zu erreichen. Somit ergibt sich eine Gesamtkapazität von 18,125nF

Die Primärspule wurde aus flachem Messingband hergestellt, welches normalerweise für Stanzteile verwendet wird. Die Primärspule besteht aus 8 Windungen um genügend Freiraum für Einstellungen zu haben.

Die Resonanzfrequenz wurde mit einem sehr hilfreichen Tool ausgerechnet welches ihr unter http://www.raacke.de finden könnt.

Mit diesem Tool sollte man sich ernsthaft beschäftigen , falls man mit dem Gedanken spielt auch eine Teslaspule zu bauen.

Unten seht ihr noch einige weitere Bilder von Entladungen.

Die Midi 3 auf Höchstleistung beim Teslathon 2006 vor der Parkhalle Iserlohn

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