Mini SSTC 2.1

Die Mini SSTC 2.1 ist die Weiterentwicklung der Mini SSTC 2 und wartet mit einigen interesannten Features auf. Da ich Abstand von exotischen Bauteilen nehmen wollte, um es jedem der interessiert ist zu ermöglichen, eine SSTC zu bauen, entwickelte ich diese SSTC. Der Treiber und alle sonstigen Bauteile sind gebräuchlich und können relativ günstig von Elektronikhändlern bezogen werden. Ziel dieser Spule war vorallem die Langlebigkeit und natürlich auch die Freude an dem fertigen Gerät. Durch einen internen Modulator, der die Hochfrequenz in einer variablen Frequenz unterbricht, lassen sich viele interesannte Schwebezustände und Entladungscharakteristika erzeugen, die einfach Spaß machen sollten. Durch die Halbgleichrichtung wird die Brücke ohnehin nur bei jeder positiven Halbwelle mit Spannung versorgt, was zu einem charakteristischen Klang führt. Mit dem internen Modulator ist es möglich, eine zweite Unterbrecherfrequenz einzustellen und somit interesannte Effekte zu erreichen, die sich sowohl in den Entladungen als auch im Geräusch zeigen.

Alles in allem ein sehr interesanntes und vorallem preiswertes Projekt. Natürlich können auch für dieses Projekt Platinen von mir kostengünstig geordert werden um einen Aufbau problemlos und zeitsparend auszuführen. Nach Absprache sind natürlich auch Fertiggeräte erhältlich. 

Die SSTC 2.1 erzeugt Entladungen von etwa 20cm Länge, die in einem sehr breiten Spektrum variiert werden können. Sie reichen von schwertähnlichen extrem geraden Entladungen bis hin zu büscheligen astähnlichen Verzweigungen oder extrem heißem Plasma. Nach Raacke liegt die Resonanzfrequenz der Sekundärspule um etwa 270Khz.

Aufbau

Der Treiber ist recht übersichtlich und kompakt. Links der Gleichrichter und der Spannungsregler mit Glättungselko. Die zwei Potis sind für die Unterbrecherfrequenz. Der erste IC (NE555) stellt den Modulator, der zweite IC (NE555) den Oszillator. Über die beiden Präzisionstrimmer lassen sich Frequenz und Duty Cycle einstellen. Eine Gegentaktstufe aus BD139/140 dient als Impendanzwandler und verstärkt das Treibersignal. Anschließend gelangt das Signal dann auf eine Mosfet Gegentaktstufe, wo es weiter verstärkt wird. Die Spannungsverstärkung liegt wie bei jeder Gegentaktschaltung um 1, wobei der Stromverstärkungsfaktor um einiges höher ist und im Bereich von etwa 20 schwankt. Würde man die Mosfets kühlen, wäre ein weitaus höherer Laststrom möglich.

An den Treiber wird schließlich der GDT (Übertrager) gekoppelt, der das nun galvanisch getrennte Treibersignal an die Halbbrücke aus IRFP460 Mosfets weiterleitet.

Das Innenleben ist nicht sehr beeindruckend. Da der Treiber so kompakt ist, blieb viel Platz übrig. Oben rechts erkennt man die Halbbrücke.

Um der Spule einen professionellen Look zu verleihen, wurde die Frontplatte entsprechend aufgemotzt. Eine Overhead Projektorfolie wurde entsprechend bedruckt und später zwischen Frontplatte und Gehäuse geklemmt. Da die Folie stramm an der Frontplatte anliegt, erweckt es den Eindruck als wäre die Frontplatte bedruckt.

Die komplette Spule. Sie ist klein und es macht Spaß, mit ihr zu experimentieren. Die Bedienung ist kinderleicht und es wurde Wert auf Funktionalität gelegt.

Schaltplan

Zum Vergrößern, einfach auf den Schaltplan klicken. Die komplette Elektronik ist so ausgelegt worden, dass keine exotischen Bauteile zum Einsatz kommen und somit einen Nachbau einfach werden lassen. Alle Bauteile gibt es relativ günstig bei Reichelt, und wer ein paar Euro mehr ausgeben will, kann sich auch recht günstig die fertig gebohrten Platinen für Treiber und Brücke bei mir bestellen.

Sekundärspule

Hier noch ein paar Anmerkungen zur Sekundärspule. Wie bei allen anderen Mini SSTCs ist die Sekundärspule auf 22cm mit 0,2mm Draht bewickelt, bei einem Durchmesser von 11cm. Die Sekundärspule wird so gewickelt, dass das Rohr auf etwa 24-25cm abgeschnitten wird und jeweils unten und oben etwa 1cm Platz bleiben.

In der Bildergalerie gibt es zudem noch einige Bilder vom Aufbau und vom Betrieb der Spule.

Falls es Fragen gibt, meldet euch unter den Kontaktdaten im Impressum.

Bildergalerie

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