PL504 VTTC

Die PL504 ist eine Leistungspentode, die früher in Fernsehern Verwendung fand.

http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/frank/sheets/010/p/PL504.pdf Hier gibts das Datenblatt.

 

Da ich damals unbedingt eine VTTC bauen wollte, aber nicht über die Mittel verfügte, mir mal eben eine Leistungs Senderöhre anzuschaffen, habe ich mich in der alten Röhrenkiste meines Vaters umgesehen, und diese beiden PL 504 entdeckt.

Diese Röhren sind sehr robust, und für unsere Zwecke darf man sie auch mal ein wenig überlasten. Die Röhre ist mit etwa 20 Watt nicht unbedingt leistungsfähig, doch für meine ersten Versuche auf diesem Gebiet war das vollkommen ausreichend.

Die erste Version des Schaltplans,

Die erste Version sah schon relativ vielversprechend aus, und funktionierte auf Anhieb.

Die Anodenspannung belief sich auf etwa 500Volt, die durch einen einfachen Spannungsverdoppler an Netzspannung erzeugt wurde. Damit ließen sich schon etwa 2cm lange büschelige Entladungen erzeugen.

Die Röhre ansich bekam nach einigen Minuten zwar rote Bäckchen, hielt aber tapfer durch.

Die zweite Version des Schaltplans. Hier wurden bereits 2 PL504 Röhren verwendet, um die Leistung zu steigern.

Dieses Bild zeigt die zweite Version mit neuer Sekundärspule. Nach Raacke beläuft sich die Resonanzfrequenz der Spule auf etwa 700Khz, was für eine VTTC sehr niedrig ist.

Die Feedbackwicklung befindet sich oberhalb der Primärspule (Die grüne Wicklung)

Am besten wickelt man die Feedbackspule auf ein Stück Pappe, welches man vorher um den Spulenkörper legt und mit einer Lage Isolierband bewickelt. Somit kann man die Feedbackwicklung in ihrer Höhe variieren und somit den besten Abstand zwischen Primär- und Feedbackspule ermitteln.

Nach einigen Minuten bekommen beide Röhren langsam rote Bäckchen.

Ja, eigentlich ist dieser Typ von Röhre nicht für eine derartige Belastung ausgelegt, und sicherlich kann man dementsprechend den Schaltplan verfeinern, doch damals war es mir wichtiger, die Leistung zu steigern.

Einige Verbesserungen wären zb seperate Anodenwiderstände mit einer kleinen Induktivität parallel zum Widerstand, die direkt um den Drahtwiderstand gewickelt wird. Damit unterdrückt man hochfrequente Schwingungen an der Anode und der Widerstand dient als Strombegrenzung.

Trotz der geringen Leistung können sich die Entladungen durchaus sehen lassen. Sie sind, wie man sieht, sehr fein und büschelig und so heiß, dass sie innerhalb einer Sekunde Papier und andere brennbare Materialien in Brand setzen.

Natürlich sollte man die Entladungen nicht mit den Fingern berühren. Die Hochfrequenz verbrennt die Haut, ohne das man es sofort merkt. Also am besten Finger weg.

Natürlich kann man auch mit dieser kleinen Spule die üblichen Experimente wie zb Leuchtstoffröhren zum leuchten bringen usw, durchführen.

Beachtet bei einem eventuellen Nachbau auch, dass die Röhren eine gewisse Vorheizzeit brauchen, die etwa eine Minute beträgt. Solltet ihr also den Schaltplan so wie oben beschrieben nachbauen, so müsst ihr in diesem Fall beim Testen immer etwa 1 Minute Zeit investieren, bevor die Anordnung zu schwingen beginnt. 

Achtet dabei vorallem beim Einstellen und beim Erstbetrieb auf das Verhalten der Röhre. Sollte die Röhre ungewöhnlich schnell rote Backen bekommen, dann ist definitiv etwas falsch verkabelt oder das Feedback funktioniert nicht einwandfrei.

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